ABB-Methodik

Spezialisiertes Wissen
seit 2014

Budgetplanung nach
Aktivitäten und Prozessen

Strukturierte Analyse aktivitätsbasierter Kostensteuerung — methodisch, praxisnah und ohne allgemeine Finanzratschläge.

Digest — Aktivitätsbasiertes Budgetieren

Budgets, die auf Aktivitäten basieren

Warum Kostenstellendenken allein nicht reicht — und was passiert, wenn man Ausgaben an tatsächliche Tätigkeiten knüpft.

domain.biz — Thematischer Überblick
4 Kernbereiche in diesem Digest behandelt

Worum es geht

1. Aktivitätsbasiertes Budgetieren, kurz ABB, ist kein Selbstzweck. Es ist eine Antwort auf eine konkrete Frage: Für welche Tätigkeiten geben wir eigentlich Geld aus — und lohnt sich das?

2. Der Unterschied zu klassischem Budgetieren liegt nicht in der Technik, sondern in der Blickrichtung. Statt zu fragen „Was hat Abteilung X letztes Jahr ausgegeben und wieviel mehr bekommt sie dieses Jahr?", fragt ABB: Welche Aktivitäten erzeugen Kosten, und welche davon sind tatsächlich notwendig? Das klingt banal, ist aber in der Praxis eine erhebliche Denkverschiebung.

3. Dieser Digest fasst zusammen, was ABB bedeutet, wo es den Unterschied macht und wo seine Grenzen liegen.

Zwei Denkweisen, ein Budget

Die Gegenüberstellung zeigt, wo die eigentliche Verschiebung stattfindet — nicht im Werkzeug, sondern in der Fragestellung.

Klassisches Budgetieren

  • Vorjahreswerte als Ausgangspunkt
  • Abteilungslogik als Hauptstruktur
  • Kostenstellen als primäre Einheit
  • Abweichungen erst im Nachhinein sichtbar
  • Schwer nachvollziehbar, wofür Geld fließt

Aktivitätsbasiertes Budgetieren

  • Tätigkeiten als Planungsgrundlage
  • Kosten folgen dem Prozess, nicht der Hierarchie
  • Aktivitätstreiber bestimmen den Bedarf
  • Planabweichungen sind früher erklärbar
  • Transparenz über Kosten pro Leistungseinheit
Strukturierte Planungsunterlagen zum aktivitätsbasierten Budgetieren

Zahlen, die etwas bedeuten

1. Unternehmen, die ABB konsequent einführen, berichten in der Regel von 12 bis 18 Monaten bis zur ersten operativen Stabilität. Das ist keine Schwäche des Ansatzes — es ist der Unterschied zwischen echtem Wandel und umbenannter Tabellenkalkulation.

2. Besonders in Bereichen mit hohem Gemeinkosteanteil — Verwaltung, IT-Betrieb, interner Support — zeigt ABB, welche Aktivitäten Ressourcen binden, ohne direkt zur Wertschöpfung beizutragen.

6–8 Monate Pilotphase typisch
30–40% Kostentreiber oft unbekannt vorher
seit 2014 domain.biz dokumentiert diesen Ansatz

Vier Punkte, die bleiben

Was jeder mitnehmen sollte, der sich ernsthaft mit aktivitätsbasiertem Budgetieren beschäftigt.

01

Aktivitäten identifizieren, bevor Zahlen gesetzt werden

ABB beginnt nicht mit dem Tabellenblatt. Der erste Schritt ist eine ehrliche Bestandsaufnahme: Was tun wir eigentlich, mit wieviel Aufwand, und wie oft? Ohne diese Grundlage bleibt jede Budgetrunde eine Schätzung mit anderem Etikett.

Methodik
02

Kostentreiber sichtbar machen

Jede Aktivität hat einen Treiber — eine Mengengröße, die bestimmt, wieviel sie kostet. Bestellungen, Kundenanfragen, Produktvarianten: Wer diese Treiber kennt und misst, kann Budgets ableiten statt schätzen. Das klingt aufwendig, weil es das anfangs auch ist.

Analyse
03

Nicht jede Aktivität rechtfertigt ihren Aufwand

ABB macht unbequeme Wahrheiten sichtbar. Manche internen Prozesse kosten erheblich mehr, als sie organisatorisch leisten. Das ist kein Versagen — es ist Information. Und mit dieser Information lässt sich diskutieren, was vereinfacht, gebündelt oder gestrichen werden könnte.

Entscheidungsgrundlage
04

ABB funktioniert nicht ohne Akzeptanz im Fachbereich

Controlling kann ABB nicht allein einführen. Die Aktivitätsdaten kommen aus den Fachbereichen, und deren Bereitschaft zur Offenlegung entscheidet über die Qualität des gesamten Prozesses. Wer ABB als Kontrollinstrument kommuniziert, wird wenig belastbare Daten bekommen.

Implementierung