Torsten Wellkamp hat aktivitätsbasierte Budgetierung in zwei Unternehmen eingeführt. Beim ersten Mal scheiterte das Projekt nach sechs Monaten. Beim zweiten Mal lief es durch. Der Unterschied lag nicht in der Methode.
Fehler eins: Zu viele Kostentreiber auf einmal
Das erste Team definierte 34 verschiedene Aktivitäten im ersten Schritt. Niemand konnte die Datenbasis pflegen. Nach zwei Monaten stimmten die Zahlen nicht mehr, und das Vertrauen in das System war weg.
Fehler zwei: Aktivitäten ohne Verantwortliche
Wer ist zuständig, wenn die Kosten einer Aktivität steigen? Beim ersten Versuch hatte niemand diese Frage beantwortet. Beim zweiten Anlauf bekam jede Aktivität eine namentlich verantwortliche Person. Das veränderte die Verbindlichkeit sofort.
Fehler drei: Budget vor Prozess
Das Team wollte schnell ein fertiges Budget vorlegen. Also wurden Zahlen eingetragen, bevor die Prozesse sauber dokumentiert waren. Das Ergebnis war ein aktivitätsbasiertes Budget auf traditioneller Datenbasis, also wertlos.
Wellkamp rät heute jedem: Rechnen Sie mit mindestens acht Wochen reiner Vorbereitungszeit, bevor die erste Zahl in die Tabelle kommt.